Unser letztes Filmteam der diesjährigen Tübinale ist die Gruppe Project Media Aesthetics, bestehend aus Soraya (Kamera), Cassandra (Regie und Schnitt) und Tabea (Ton). Alle würden von sich behaupten, dass sie sich eher unbewusst und ganz automatisch im Alltag selbst optimieren. Soraya versucht zum Beispiel immer wieder früher aufzustehen, um mehr vom Tag zu haben und sich lebendiger zu fühlen; außerdem versucht sie aktiv  ihre Screen-Time zu reduzieren. Cassandra glaubt, dass sie am meisten von ihrem Umfeld beeinflusst wird und reflektiert deswegen im Umgang mit Anderen ihre eigene Einstellung und was daran verbessert werden könnte. Tabea versucht zum Beispiel seit Corona gemeinsam mit ihren Mitbewohner:innen  jeden zweiten Tag Sport zu machen. Eine potentielle Gefahr der Selbstoptimierung sehen sie im unbewussten Vergleich mit anderen. Als Paradebeispiel dafür nennen sie den falschen Umgang mit Instagram und Influencer:innen. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass Influencen ein echter Job ist, ansonsten kann es schnell dazu kommen, dass man sich vergleicht und unter Druck setzt, das gleiche Level wie diese Menschen zu erreichen.

 

Corona schränkt natürlich auch dieses Filmteam in ihren Möglichkeiten ein, denn die drei wären ursprünglich gerne mehr rausgegangen, vor allem um Interviews auf der Straße zu führen. Zwar mussten sie das Skript jetzt nochmal an die Regeln anpassen, auf den Dreh freuen sich die Mädels aber natürlich trotzdem. Ihr Film soll klar machen, dass es vor allem die kleinen Erfolge im Alltag ausmachen können. Es soll darum gehen, sich beim Versuch der Optimierung nicht zu verrennen und sein ganzes Leben auf den Kopf zu stellen. Lieber sollte man sich stückchenweise vorarbeiten, um sich noch effektiver selbst zu optimieren. Dazu soll der Film ein Selbstexperiment dokumentieren, um auch die positiven Facetten von Selbstoptimierung zu thematisieren.

Wir sind gespannt!