Mit ihrem Gewinnerfilm der Tübinale 2017 mit dem Thema „Medienkonvergenz und Propaganda“ ist dem Team Sad Robots, bestehend aus Lea Wang, Sabrina Stehlik und Hristina Zhelyazkova, ein außergewöhnliches Spektakel gelungen. Ein Sci-Fi/Fantasy Film mit detaillierter Ausstattung und opulenten Schauplätzen in Verbindung mit einer Thematik, welche die wachsende, eskapistische Faszination mit, aber auch die heimtückischen Gefahren von Virtual Reality auf eindrucksvolle und gleichzeitig spannende Weise erzählt. So etwas gab’s bei der Tübinale noch nie und wurde verdient mit dem ersten Platz der Jury geehrt!

Worum geht’s?

Die Protagonistin des Films „The Uncanny Valley“ kann Virtual Reality nichts abgewinnen, vorerst zumindest. Durch systematisch verbreiteter Propaganda jedoch, gibt es vor dem mysteriösen und verlockenden Spektakel allmählich kein Entrinnen mehr und bringt sie letzten Endes doch noch dazu die VR-Brille auszuprobieren. Einmal die Virtuelle Brille aufgesetzt, betritt sie als Teil der VR-Army fremde, opulente Welten. Spektakulär, gefährlich und aufregend zugleich, tritt langsam aber sicher die Realität an zweiter Stelle. Doch nicht alles in der virtuellen Realität ist so, wie es letztlich scheint. Und jede Handlung in der Virtual Reality, bleibt nicht ganz ohne Konsequenzen im realen Leben…

Rekrutierung mal ganz anders

Inspiriert von der wachsenden Popularität von VR-Gaming , hat das Filmteam „Sad Robots“ sich dafür entschieden für ihren Tübinale-Film, innerhalb der obligatorischen 5 Minuten, die andauernde Problematik von Fiktion vs. Realität zu ergründen. Einen originellen und anspruchsvollen Twist gibt’s jedoch dank der futuristischen VR-Brille. Denn diese dient nicht nur allein als Mittel zum bloßen Eskapismus und als Demonstration von verhängnisvoller Leichtgläubigkeit, sondern zeigt auch die perfiden Gefahren des Scheins auf, welche vor allem durch die anschließende Armee-Rekrutierung der Spieler eine düstere Zukunftsvision abzeichnen lässt. Das Filmteam schafft dadurch eine eindrucksvolle Dynamik, welche nicht nur die Jury der Tübinale begeistert hat sondern auch die nächsten Teilnehmer und Filmfreaks über die kommenden Jahre hinweg beeindrucken wird. Da sind wir uns sicher!