Worum geht’s?


Der Film „Social Reality“ greift das Thema „Terror“ auf der psychischen Ebene auf und soll damit zeigen, dass es verschiedene Arten und Formen von Terror gibt – oftmals auch ganz unmittelbar im alltäglichen, persönlichen Umfeld. Die Handlung stellt dabei explizit dar, wie durch verschiedene Plattformen im Bereich der sozialen Medien Nähe zu Menschen erzeugt werden kann, die so gar nicht tatsächlich vorhanden ist. Im Film wird gezeigt, wie die Protagonistin Lena von ihrem Verehrer über Instagram gestalkt wird. Dabei werden beide Perspektiven einbezogen und ihre Gefühle und Beweggründe dargestellt, wobei immer wieder die Verbindung der Figuren über die Sozialen Netzwerke auftaucht. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und damit wird das Unwohlsein der Hauptfigur beim Zuschauen selbst spürbar. Dabei macht sich das Gefühl von zunehmender Bedrängnis und Bedrohung breit, bis letztlich beide Charaktere in der realen Welt in einem dramatischen Höhepunkt aufeinandertreffen. Mit eindrücklichen Szenen, die die Gedankenwelt des Stalkers genauer darstellen, gleichzeitig aber auch die Auswirkungen seines Verhaltens auf das Wohlbefinden der Protagonistin darstellen, gelingt Sophie, Swantje und Elias eine Darstellung der medialen Bedeutung für (psycho-)terroristische Angriffe, die das Thema durch ihre Verbindung zum Alltag für den Zuschauer leicht zugänglich macht.
In exakt fünf Minuten schafft es der Film von „Damn fine covfefe“ zu demonstrieren, wie Soziale Medien beim gesamten Akt terroristischer Handlungen, vom Motiv bis hin zur Handlung, genutzt und auch missbraucht werden können. Mit verschiedenen Perspektiven, einer dramatischen Kameraführung und kreativen Bildkompositionen hat der Film den Preis für die beste Kamera im Rahmen der Tübinale 2018 definitiv verdient.