Nach langen Wochen der Spannung war es am Montag endlich soweit: Die beiden Moderator:innen Nele und Benny verkündeten live aus dem Zentrum für Medienkompetenz die Filmteams, die bei der diesjährigen Tübinale einen der vier begehrten Preise abgeräumt haben. Die Jury hatte zuvor entschieden, wer die Trophäen für den besten Film, die beste Idee und die beste Regie gewinnen würde. Nicht zu vergessen ist der Publikumspreis, bei dessen Abstimmung sich gleich mehrere Teams bis zuletzt ein Kopf-an-Kopf Rennen lieferten. An dieser Stelle möchten wir auch allen Filmteams gratulieren, für die es leider nicht ganz zu einem Preis gereicht hat, die aber dennoch großartige Kurzfilme produziert haben!

 

Bester Film

Unsere Glückwünsche für den Preis zum besten Film 2021 gehen an das Team Tiefenschärfe Studios mit ihrem Film „Einhundert“! Clara, Julian und Alena überzeugten die Jury mit einem kritischen Blick auf das Thema Selbstoptimierung. Eine Besonderheit ihres Filmes ist dabei, dass die Handlung ohne Dialoge auskommt. Ohne Worte, aber dennoch tiefgründig, verweist der Film auf die physischen Grenzen, die bei einem übermäßigen Streben nach Selbstoptimierung überschritten werden können.

 

Beste Idee

Die Auszeichnung für die beste Idee ging dieses Jahr an gleich zwei Filmteams, die die Jury gleichermaßen begeisterten. Gratulation an Tic Tac Toe Productions und JS‘S Productions!

„Glaubst du, dass die App dich besser kennt, als du dich selbst?“ Diese Frage fällt im Film „Upgrade“ von Tic Tac Toe Productions. Mit einer App können die Protagonist:innen verschiedene Level auf dem Weg zu der besten Version ihrer selbst erreichen. Sogar bei einem Date kommt die App zum Einsatz und schlägt die scheinbar passendsten Fragen für diese Situation vor. Wäre eine derartige App wirklich sinnvoll? Die Produzentinnen des Films Lara, Angelina und Marlene wollen mit ihrem Film somit bestehende Klischees zum Thema Selbstoptimierung aufgreifen und kritisch hinterfragen.

JS‘S Productions, bestehend aus Jan, Stephan und Sven, konnten mit ihren kreativen Ideen im Film „Waldeinsamkeit“ ebenfalls überzeugen. Ihr Erfolgsrezept: Ein einsamer Jogger im Wald, seiner technischen Optimierungsmittel beraubt; dazu noch ein Grizzlybär und ein Gastauftritt von Prof. Dr. Guido Zurstiege. Im Interview sind die Drei selbst über ihre filmischen Fähigkeiten überrascht und können zurecht stolz auf ihren gelungenen Kurzfilm sein!

 

Beste Regie

Dieser Preis geht an das Team Spiegelbild Klub! In ihrem Film „Hold on“ thematisieren die Studierenden Simon, Susa und Theo das sogenannte “Hochstapler- oder Impostor-Syndrom”. Der Protagonist hat Probleme mit seiner eigenen Identitätsfindung und stellt sich von Selbstzweifeln geplagt der Frage: „Wer will ich eigentlich sein?“. Großen Wert hat Spiegelbild Klub auf die Ästhetik des Filmes gelegt und das hat sich gelohnt: Moderator Benny vergleicht den Film im Interview sogar mit einem Netflix Original Trailer. Ein besonderer Abschluss des Abends war dann auch noch der Auftritt des Protagonisten des Films: Der Künstler Karlo Kreol performte den im Film gespielten Titel „Rolling Stone“.

 

Publikumspreis

Und dieser Film konnte nach einigen Tagen Abstimmung das Rennen um den Publikumspreis für sich entscheiden: „Reset“ von Black Forest Productions! Wir gratulieren Selma, Madlena und Anna Lena, die sich im Film mit den extrinsischen Einflüssen auf die individuelle Selbstoptimierung der Protagonistin auseinandersetzen.

Alle Filme findet ihr natürlich auch weiterhin auf unserem Youtube-Kanal. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die die Tübinale dieses Jahr mitgestaltet haben und freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr. Denn nach der Tübinale ist vor der Tübinale!