Endlich ist es soweit: der Filmdreh steht an! Aber damit keine unerwünschten Komplikationen am Set auftreten, haben wir hier 10 hilfreiche Tipps für dich zusammengestellt.

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Wenn du mit Equipment drehst, das nicht dein eigenes ist, solltest du es unbedingt einige Tage vor dem Dreh ausleihen und damit üben, denn Kamera ist nicht gleich Kamera, Mikrofon nicht gleich Mikrofon. Jedes technische Gerät hat spezifische Funktionen und bis zum eigentlichen Drehtag solltest du mit allen Bestandteilen deines Equipments professionell umgehen können.


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Sorge für genug Verpflegung deiner Schauspieler*innen und Crew: niemand sollte am Set Hunger oder Durst leiden müssen. Noch ein Tipp: für die Verpflegung kannst du zum Beispiel bei einem Bäcker anfragen, ob du die Reste vom Vortag abholen kannst – das ist eine ökologische und kostengünstige Möglichkeit, um an Verpflegung zu gelangen.


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Damit kein Chaos entsteht, musst du alle Abläufe kennen und präzise Anweisungen geben. Schreibe zudem einen genauen Zeitplan und detaillierte Instruktionen für jede Person am Set.


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Vermeide, während dem Filmen mit der Kamera zu zoomen, denn das wird vom menschlichen Auge als eine unnatürliche Bewegung empfunden. Filme stattdessen lieber aus mehreren Perspektiven, sodass du im Schnitt die unterschiedlichen Perspektiven zu einem lebhaften und interessanten Bild zusammenschneiden kannst.


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Des Weiteren solltest du immer mit einem Stativ filmen. Auf dem kleinen Bildschirm deiner Kamera mögen Wackler zwar nicht groß auffallen, aber spätestens auf der großen Kinoleinwand wird man jede noch so kleine Kamerabewegung als störend empfinden. Nur in seltenen Fällen, wie beispielsweise bei einer Verfolgungsjagd, kann eine handgedrehte Szene als Stilmittel eingesetzt werden.


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Neben den eigentlichen Szenen sollten immer auch genug Schnittbilder aufgenommen werden. Schnittbilder sind „neutrale“ Aufnahmen (von Details oder der Umgebung, die zur Szene passen), die bei Filmfehlern verbaut oder als Überleitungen zwischen den einzelnen Szenen verwendet werden können.


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Verwende eine Filmklappe, um Ton und Bild in der Postproduktion synchron übereinander legen zu können. Denn wenn man auf der Bildaufnahme die Klappe zuschlagen sieht, kann man im Schnittprogramm den Ton passend dazu anordnen.


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Außerdem solltest du bei jeder neuen Aufnahme die Szene ansagen. So weißt du in der Postproduktion gleich, um welche Szene es sich handelt und du musst nicht erst das ganze Filmmaterial durchschauen, um die gesuchte Szene zu finden.


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Verwende nicht das interne Kameramikrofon, sondern ein externes Mikro. Achte darauf, dass man es im Bild nicht sehen kann.


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Zum Abschluss noch ein sehr wichtiger Tipp: vermeide Achsensprünge beim Dreh. Die Kamera sollte sich in jeder Szene entlang eines Radius von 180 Grad bewegen und diesen nicht überschreiten. Warum das so wichtig ist, kannst du dir hier anschauen…